Lei­der sind wir Hoch­sen­si­blen oft anfäl­li­ger für Süchte, so lange wir noch nicht wis­sen, dass wir hoch­sen­si­bel sind. Ich habe ehe­ma­lige Dro­gen­ab­hän­gige, Kif­fer, Alko­ho­li­ker, Sex­süch­tige, Fress­süch­tige, Sport­süch­tige, Rau­cher, Fern­seh­süch­tige, Spie­le­süch­tige, Lese­süch­tige, Musik­süch­tige, Reit­süch­tige, Hob­by­süch­tige getrof­fen, die ihre Sucht glas­klar als Betäu­bung iden­ti­fi­ziert haben. Damit sie sich nicht mit ihrer Umwelt, mit ande­ren Men­schen, die sie selt­sam fin­den und von denen sie als selt­sam wahr­ge­nom­men wer­den, aus­ein­an­der­set­zen muss­ten. Sie haben sich in ihre Süchte zurück­ge­zo­gen, um dem Leben nicht stand­hal­ten zu müs­sen, das so offen­sicht­lich nicht kom­pa­ti­bel mit ihrer eige­nen Vor­stel­lung und Leis­tungs­fä­hig­keit ist. Sie muss­ten sich nicht damit aus­ein­an­der­set­zen, dass sie tat­säch­lich eine ganz andere Wahr­neh­mung haben, die ihnen oft von Nor­mal­sen­si­blen oder sogar ande­ren unbe­wuss­ten HSP abge­spro­chen wurde. Sie flüch­ten vor den Über­rei­zun­gen und dem Wett­kampf, der aller­orts aus­ge­tra­gen wird. Sie ver­ste­cken sich vor den immer schnel­ler vor­an­schrei­ten­den Ent­wick­lun­gen, mit denen sie nicht mit­hal­ten kön­nen.

Alle Tätig­kei­ten und jeder Kon­sum, der mit den Wor­ten zu viel beglei­tet wird, sind hier gemeint. Eigent­lich weißt du selbst, dass es zu viel ist, wenn du betrof­fen bist. Du willst es dir womög­lich nicht ein­ge­ste­hen. Drei Tafeln Scho­ko­lade oder vier Fla­schen Bier am Tag sind zu viel. Jeden Tag drei Stun­den Sport sind zu viel. Zwan­zig Ziga­ret­ten am Tag sind zu viel. Drei Stun­den Fern­se­hen am Abend sind zu viel, drei Stun­den vor Com­pu­tern, Fern­se­her, Tablets, Smart­pho­nes, Spie­le­kon­so­len sind zu viel. Zwei Stun­den volle Power Musik­be­dröh­nung sind zu viel, drei Stun­den täg­lich mit der Modell­bahn auf dem Dach­bo­den sind zu viel, täg­lich drei Stun­den in der hei­mi­schen Werk­statt sind zu viel. Das alles sind Flucht- und Betäu­bungs­merk­male. Die soll­ten eben­falls über­dacht und los­ge­las­sen wer­den. Denn vor­her kannst du dich gar nicht acht­sam mit dir selbst beschäf­ti­gen und deine wirk­li­chen Bedürf­nisse wahr­neh­men, geschweige denn auf dein Gefühl und dein Höhe­res-Ich ach­ten.

<Sexua­li­tät Innere Eltern und Part­ner> 

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fort­fah­ren.

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