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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Fragen zur Hochsensibilität?

Vorträge, Workshops, Webinare auf Sie zugeschnitten.

Selbsthilfegruppen, Privatgruppen: Beratung und Alltagstipps

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Keine Krankheit

»Oh mein Gott, jetzt hab ich die­ses HSP, das ich ja gar nicht haben will! Was mache ich jetzt?«
Ihr ers­ter Impuls könnte sein, dass Sie alles ver­leug­nen und unter­drü­cken möch­ten, da Sie ja auf kei­nen Fall die Nach­teile eines Hoch­sen­si­blen haben möch­ten. Das wäre genauso, als wenn ein Kind die Augen schließt, damit Sie es nicht sehen kön­nen. Voll­kom­men unnütz. Sie wür­den sich das Leben nur noch schwe­rer gestal­ten oder so schwer, wie bis­her. Wenn Sie wei­ter­ma­chen wie bis­her, wer­den Ihre Belas­tun­gen nur zuneh­men und Sie wer­den sich selbst und ihr Wesen unterdrücken.

Paw­low­sche Versuchsanordnung
Denn Hoch­sen­si­bi­li­tät ist keine Krank­heit, des­we­gen nicht heil­bar und ver­schwin­det schon gar nicht von allein wie­der. Es ist die Art und Weise, wie Ihr Wesen und Ihr Kör­per funktionieren.
Aber die gute Nach­richt: Wenn Sie ler­nen, mit der Hoch­sen­si­bi­li­tät zu leben und Ihre Bedürf­nisse nicht nur anzu­er­ken­nen, son­dern auch zu erfül­len, dann wird Sie ein wun­der­vol­les, erfüll­tes Leben erwar­ten. Sie sind dann nur nicht mehr »nor­mal«. Aber das waren Sie von Anfang an sowieso nicht.
Iwan Paw­low hat bereits Anfang letz­ten Jahr­hun­derts Ver­su­che zur Belast­bar­keit der Men­schen durch­ge­führt. Der Ver­suchs­auf­bau umfasste die Beschal­lung der Pro­ban­den mit Geräu­schen in zuneh­men­der Laut­stärke. Die Pro­ban­den wur­den bis an ihr Limit getrie­ben, an dem die Laut­stärke schmerz­haft wurde. Dabei kris­tal­li­sierte sich eine Gruppe von Pro­ban­den her­aus, die viel frü­her, also bei viel nied­ri­ge­rem Laut­stär­ke­pe­gel angab, Schmer­zen zu spü­ren. Diese Gruppe umfasste zirka 15 %.  Inner­halb die­ser Gruppe gab es Men­schen, die frü­her ihre Belast­bar­keits­grenze erreich­ten und andere, die spä­ter reagier­ten. Doch erstaun­lich fand Paw­low, dass die bei­den Grup­pen merk­lich getrennt reagier­ten. Es gab kei­ner­lei Über­gang. Das bedeu­tet, dass die nor­mal­sen­si­blen Men­schen (85 %) viel unemp­find­li­cher und unsen­si­bler sind als die hochsensiblen.
Dreht man die X‑Achse um, sodass die Emp­find­lich­keit von null bis unend­lich dar­ge­stellt wird, sieht man, dass ein­deu­tig eine Gruppe von unemp­find­li­che­ren Men­schen rechts getrennt von einer Gruppe emp­find­li­che­rer Men­schen steht. Pawlowsche Versuchsanordnung zur LärmempfindlichkeitDa die­ses Expe­ri­ment nur die Belas­tung des audi­tiven Sin­nes dar­legt, wur­den in der Zwi­schen­zeit u.a. von Dr. Elain Aron Unter­su­chun­gen auf Basis psy­cho­lo­gi­scher Tests vor­ge­nom­men, die auf einen Pro­zent­satz zwi­schen 17,5% und 20% hoch­sen­si­bel ver­an­lag­ter Men­schen in der Bevöl­ke­rung hin­wei­sen. Auch hier stellte sich her­aus, dass die rest­li­chen 80% der Teil­neh­mer weit weni­ger Merk­male der Hoch­sen­si­bi­li­tät aufweisen.
Des­we­gen nimmt man an, dass sich hoch­sen­si­ble Per­so­nen schon sehr in ihrer Wahr­neh­mung und Belast­bar­keit von nicht hoch­sen­si­blen Men­schen unter­schei­den. Es gibt also wahr­schein­lich keine »nur ein klein biss­chen hoch­sen­si­ble Menschen«.
Posi­tiv for­mu­liert: Sie haben also einen Satz erwei­ter­ter Sinne mit ins Leben bekom­men! Freuen Sie sich! Wenn Sie ler­nen, mit ihren Sin­nen und Res­sour­cen umzu­ge­hen, dann wer­den Sie eine groß­ar­tige Ver­bes­se­rung Ihrer Lebens­qua­li­tät errei­chen! Sie kön­nen diese Sinne für sich nut­zen oder ande­ren damit hel­fen, so wie es Ihnen entspricht.
Nor­ma­li­tät wird weit­hin über­schätzt. Was die Mensch­heit wirk­lich braucht, sind sen­si­ble Men­schen mit Herz und Ver­stand, die für sich und andere sor­gen und durch ihre Empa­thie andere ver­ste­hen kön­nen. Wenn mehr Men­schen ihre Sen­si­bi­li­tät und Empa­thie leben wür­den, dann würde die Welt ganz anders aussehen.
Die Augen zu schlie­ßen und zu ver­drän­gen, hat noch nie­man­den wei­ter gebracht. Die Vor­teile und Limi­tie­run­gen exis­tie­ren und las­sen sich nicht wegdiskutieren.
Doch sich selbst anzu­neh­men, wie man ist und sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, ist eine beson­dere Gabe, die viele Men­schen in ihrem Leben nicht haben oder nicht nutzen.
Ler­nen Sie ihre Fähig­kei­ten lie­ben, las­sen Sie Ihre Ängste, ihren Per­fek­tio­nis­mus, Ihre Unge­duld los. Ler­nen Sie sich abzu­gren­zen. Sie wer­den fest­stel­len, wie ein­fach und gelöst Ihnen danach der Umgang mit sich selbst fällt. Auch ihre Umge­bung wird posi­tiv auf Ihre Ent­wick­lung reagieren.
Einen Weg, wie Sie das schaf­fen kön­nen, will ich Ihnen in die­sem Buch vor­stel­len. Ste­cken Sie nicht den Kopf in den Sand, son­dern sagen Sie sich: »Augen, Ohren, Herz und Seele auf und dann durch!«
Ich kann Ihnen nur emp­feh­len, sich eine der vie­len HSP-Selbst­hil­fe­grup­pen oder Tref­fen anzu­schlie­ßen, um Gleich­ge­sinnte ken­nen zu ler­nen und sich mit ihnen aus­zu­tau­schen. Mir hat das viel gebracht. Den­ken Sie immer daran. Diese Men­schen haben alle­samt ähn­li­che Pro­bleme wie Sie.

<Der Test von Dr. Elaine Aron Hoch­sen­si­bel gegen empfindlich>

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

Vielen Dank an über 50.000 Leser!

Taschenbuch
Taschenbuch Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Neuauflage folgt

Zur Zeit ist das Taschenbuch ausverkauft. Ich arbeite an einer erneuerten Fassung. Darin werden auch die Besonderheiten für hochsensible Kinder und Jugendliche beschrieben.

Das neue Buch wird unter dem Titel "Seelenweite Hochsensibilität" erscheinen und zum großen Teil die bisherigen Kapitel ebenfalls enthalten.

Die Webseite bleibt auf dem jetzigen Stand.

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