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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Ich erwähnte in den ver­schie­de­nen Kapi­teln des Öfte­ren, wie wich­tig es ist, im Hier-und-Jetzt zu verweilen.

Damit hier keine Miss­ver­ständ­nisse auf­kom­men, möchte ich dies relativieren.

Hoch­sen­si­ble Men­schen nei­gen dazu, ihre Gedan­ken­kreise ent­we­der dar­auf zu rich­ten, was war oder was kommt. Wir befin­den uns oft stark in Gedan­ken­krei­sen in der Ver­gan­gen­heit oder in der Zukunft.

Auf der einen Seite set­zen wir die Puz­zle­teile zusam­men, die unsere Ver­gan­gen­heit uns offen­legt. Auf der ande­ren Seite eilen wir der Gegen­wart vor­aus und erträu­men uns eine uto­pi­sche Zukunft, in der alles bes­ser für uns läuft. Das kann so über­hand­neh­men, dass es unsere all­täg­li­chen Hand­griffe und Erle­di­gun­gen beein­flusst und unsere Leis­tung hier­bei schwächt oder gar zu Unfäl­len und Miss­ge­schi­cken führt.

Das Ver­wei­len im Hier-und-Jetzt ist kein dau­er­haf­ter Zustand, der nun unser neuer Zwang wer­den soll. »Ich muss aber stän­dig im Hier-und-Jetzt blei­ben«, ist kein Satz, den irgend­je­mand sagen sollte.

In den all­täg­li­chen Situa­tio­nen ist es gut, wenn du im Hier-und-Jetzt bist, damit du dich ganz auf deine Tätig­keit kon­zen­trie­ren kannst. Wenn du acht­sam deine Gren­zen erspürst und bewachst, ist es wich­tig im Hier-und-Jetzt zu sein. Wenn du dich um dich oder andere küm­merst oder mit Men­schen kom­mu­ni­zierst, ist es wich­tig im Hier-und-Jetzt zu sein.

Eine weise Frau sagte mir ein­mal: »Der wich­tigste Mensch in dei­nem Leben, außer dir, sollte immer der­je­nige sein, der dir gegen­über oder neben dir steht.« Was so viel heißt wie, dass man allen Anwe­sen­den seine Acht­sam­keit und Prä­senz im Hier-und-Jetzt schen­ken sollte.

Doch es gibt andere Zei­ten und Gele­gen­hei­ten, in denen man sich in der Ver­gan­gen­heit oder Zukunft auf­hal­ten kann. Du benö­tigst Zeit, um dein bis­he­ri­ges Leben zu ver­ar­bei­ten. Denn nur durch das, was uns bis­her an Erfah­run­gen zuteil­wurde, kön­nen wir uns wei­ter ent­wi­ckeln. Die Ver­gan­gen­heit ist das Fun­da­ment unse­rer Ent­wick­lung. Außer­dem müs­sen wir all den Men­schen und Lebe­we­sen geden­ken, die wir lie­ben und die nicht bei uns sein kön­nen. Und schließ­lich müs­sen wir auch schöne Momente oder emo­tio­nale Momente noch ein­mal durch­le­ben, um sie wach zu hal­ten. Fer­ner brau­chen wir Träume und Visio­nen oder Ziele, auf die wir unser Leben aus­rich­ten. Inter­es­sen wan­deln sich und mit ihnen die Träume und Ziele. Träume sind wich­tig, denn nur aus Träu­men und Gedan­ken erwächst Neues, das es bis­her noch nicht gab.

Des­we­gen brau­chen wir alle drei Zustände. Wir soll­ten kei­nen Zustand bevor­zu­gen und kei­nen ver­nach­läs­si­gen. Ein guter Zeit­punkt, die Ver­gan­gen­heit zu betrach­ten wäre zum Bei­spiel kurz vor dem Ein­schla­fen oder wäh­rend einer Ent­span­nungs­übung. Ein guter Zeit­punkt zum Träu­men wäre ein Spa­zier­gang in der Sonne oder einen Regen­tag am Fens­ter, wenn wir nur in die Ferne bli­cken und unse­ren Gedan­ken Flü­gel wach­sen. Es gibt natür­lich noch jede Menge andere Situa­tio­nen. Du hast bestimmt eine Vor­stel­lung bekom­men, wie ich es meine.

Auch hier­bei soll­ten Gren­zen gesetzt wer­den. Da wir Hoch­sen­si­blen zu fes­ten Abläu­fen nei­gen, kann man sich bestimmte Zei­ten frei hal­ten für die Aus­flüge in Ver­gan­gen­heit und Zukunft und dann auch mal anlass­be­zo­gen zwi­schen­durch Zeit einräumen.

Doch wich­tig ist es immer, zwi­schen­durch bei den all­täg­li­chen Hand­grif­fen und Tref­fen wie­der ins Hier-und-Jetzt zurück­zu­keh­ren und die Gedan­ken bei­sam­men­zu­hal­ten. Für alles gibt es eben seine Zeit.

Ver­su­che ein­fach kei­nen der drei Zustände zu dog­ma­ti­sie­ren und ihm ganz zu ver­fal­len. Sobald du beginnst, ver­mehrt Gedan­ken­kreise zu zie­hen, weißt du, dass es nichts mehr bringt, die Sache gedank­lich zu ver­fol­gen. Lass den Gedan­ken­kreis los und widme dich wie­der all­täg­li­chen Din­gen oder Hobbys.

<Rück­fälle Ein­füh­rung Abgrenzung>

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

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