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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Was ist Urvertrauen?

Urver­trauen ist ein Wort, das bereits seit Jahr­hun­der­ten in der deut­schen Spra­che ver­an­kert ist. Sei es das Urver­trauen in Gott, das Urver­trauen ins Uni­ver­sum oder das Urver­trauen ins eigene Schick­sal. Es bedeu­tet immer dasselbe.

Urver­trauen ist der Zustand, in dem Babys gebo­ren wer­den, die keine andere Mög­lich­keit haben, als bedin­gungs­los dar­auf zu ver­trauen, dass sich jemand um sie küm­mert. Das Urver­trauen bleibt in Kin­dern so lange bestehen, bis es von Ängs­ten und Ent­täu­schun­gen durch nega­tive Erfah­run­gen über­la­gert wird. Es ist die fel­sen­feste Über­zeu­gung, dass das Leben so ver­lau­fen wird, wie es gut für einen ist. Eine Ein­stel­lung, die ein­her­geht mit einer nie­mals schwin­den­den Fröh­lich­keit und unbän­di­gen Lebens­freude, der Leich­tig­keit des Seins. Egal was pas­siert, das Leben und meine Umge­bung kann mir nichts Schlim­mes anhaben.

Mir wurde von ver­schie­de­nen Men­schen erzählt, dass ihnen, seit­dem sie das Urver­trauen wie­der­erlangt haben und ihrem Gefühl fol­gen, nichts mehr pas­siert ist, mit dem sie nicht gut umge­hen konn­ten. Das Urver­trauen ver­hin­dert nicht, dass schlimme Dinge gesche­hen. Es hilft dabei, sich nicht unter­krie­gen zu las­sen und bes­ser mit nega­ti­ven Situa­tio­nen umge­hen zu kön­nen, sie sogar bei Zei­ten vor­beu­gend umschif­fen zu können.

Wenn man nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand will, erkennt man oft schon früh die Warn­zei­chen schlech­ter Dinge und kann diese umgehen.

Das Urver­trauen ist nie­mals ganz weg, abge­stor­ben oder ver­nich­tet. Es schlum­mert in uns und wir kön­nen es wie­der von den Din­gen befreien, die es über­la­gern. Es wird durch Ängste, Trau­mata, nega­tive Erleb­nisse, Ersatz­be­frie­di­gung der Bedürf­nisse, zu hoher Wer­tung des mate­ri­el­len Besitz­tums, Per­fek­tio­nis­mus, Unge­duld und Hel­fer­syn­drom begra­ben. Lässt man die Dinge los, die einen vom Urver­trauen tren­nen, dann kann man es voll­stän­dig wie­der­her­stel­len. Genauso wird es von Men­schen unter­drückt, denen wir zu viel von unse­rem Raum gege­ben haben, indem wir uns nicht gut abge­grenzt haben oder von einer Grenze, die wir zu dicht um uns gezo­gen haben und in der wir uns nun gefan­gen fühlen.

In der heu­ti­gen Zeit wird das Urver­trauen ein Mind­set genannt – eine psy­chi­sche Ein­stel­lung. Berei­che der Psy­cho­the­ra­pie arbei­ten mit Mind­sets. Wenn man seine geis­tige Ein­stel­lung ändert, kann man sein gan­zes Leben ver­än­dern. So wäre das Urver­trauen ein ulti­ma­ti­ves Mind­set, denn es ver­bin­det die Selbst­liebe, das Selbst­ver­trauen und das Ver­trauen auf eine gute Zukunft.

Frei nach dem Motto »Der Mensch ist sei­nes eige­nen Glü­ckes Schmied« ändern wir die Sicht auf uns selbst, genauso wie die Sicht ande­rer auf uns. Das ver­än­dert die Aktio­nen, die wir voll­füh­ren genauso wie die Inter­ak­tion mit ande­ren Lebe­we­sen. Seien es nun Men­schen oder Tiere. Nur wer sich selbst auf­rich­tig liebt, kann auch andere auf­rich­tig und ohne Erwar­tun­gen lie­ben. »Liebe dei­nen Nächs­ten, wie dich selbst« bedeu­tet im Umkehrsatz »Liebe dich selbst, so sehr du ver­magst, dann liebst du auch alle ande­ren in glei­cher Weise.« Lei­der wird die­ser Leit­satz der Nächs­ten­liebe aus der Bibel heut­zu­tage als Auf­for­de­rung ver­stan­den, andere zu lie­ben, auch wenn man sich selbst nicht liebt, das Wohl der ande­ren also über das eigene Wohl zu stel­len, was in der Ver­küm­me­rung des eige­nen Selbst endet.

Selbst­liebe wird oft mit Ego­is­mus oder Nar­ziss­mus ver­wech­selt, obwohl sie kom­plett unter­schied­li­che paar Schuhe sind. Selbst­liebe ist die Ach­tung und Ver­sor­gung des eige­nen Selbst und die ver­nünf­tige Abgren­zung zu ande­ren, ohne ande­ren dabei Scha­den zuzu­fü­gen. Ego­is­mus ist die Ach­tung und Ver­sor­gung des eige­nen Selbst auf Kos­ten ande­rer. Nar­ziss­mus die Selbst­ver­liebt­heit und der Drang, selbst im Mit­tel­punkt zu ste­hen und bewun­dert zu wer­den. Das ist ein him­mel­wei­ter Unterschied.

Durch die Selbst­liebe kommt auto­ma­tisch gesun­des Selbst­ver­trauen. Selbst­ver­trauen hat viel damit zu tun, sich selbst und seine Schwä­chen und Stär­ken zu ken­nen und diese zu akzep­tie­ren und zu ach­ten. Du soll­test deine eige­nen Schwä­chen nicht als schwer­wie­gen­der ein­schät­zen als die der ande­ren. Da nur du selbst deine eige­nen Gedan­ken zu hun­dert Pro­zent mit­be­kommst, bemerkst du auch die­je­ni­gen, die sich nie nach außen Bahn bre­chen wür­den. Des­we­gen emp­fin­dest du dich viel­leicht als schlech­te­rer Mensch. Lass dir gesagt sein, dass alle Men­schen von Zeit zu Zeit schlechte Gedan­ken hegen. Du soll­test auch nicht die Stär­ken ande­rer zu sehr bewun­dern und sie höher ein­stu­fen als deine eige­nen. Deine Stär­ken sind genauso viel Wert wie die der ande­ren. Aber genauso wenig sollst du bei­des anders herum sehen. Deine Schwä­chen sind genauso schwer­wie­gend wie die der ande­ren und deine Stär­ken sind auch nicht mehr wert.

Viele Hoch­sen­si­ble haben eine gut aus­ge­bil­dete empha­ti­sche Fähig­keit. Diese ermög­licht es ihnen, in andere »hin­ein­zu­füh­len« und sich in sie hin­ein­zu­ver­set­zen. Wir kön­nen Men­schen schnell ein­schät­zen und mer­ken dann, wenn man uns belügt oder hin­ter­geht. Wenn das Ver­trauen auf diese Fähig­keit nicht durch Zwei­fel über­la­gert wird, kön­nen wir uns schnell von Men­schen, die uns nicht geheuer sind abgren­zen. Also fal­len wir nicht mehr so oft auf sie rein. Das meiste Böse geht von Men­schen aus, ebenso die meis­ten Schick­sals­schläge, die uns nicht durch Krank­hei­ten ereilen.

Wenn du dich somit selbst liebst und auf deine Wahr­neh­mung, deine Fähig­kei­ten und dein Gefühl ver­traust, mini­mierst du die Mög­lich­kei­ten, dass dir Schlech­tes wider­fährt. Du soll­test dich nur davor hüten, dir vor­zu­ma­chen, dass du schon so weit bist, obwohl dir nur der Kopf vor­macht, dass du soweit bist. 🙂

Das Urver­trauen kann gewon­nen wer­den, indem du das Neu­ge­bo­re­nen-Ich mit dem Höhe­ren-Ich gleich­schal­test (syn­chro­ni­sierst) und das Erwach­se­nen-Ich nur zum Daten­ab­gleich in Ent­schei­dun­gen ein­bin­dest, viel­leicht um Rah­men­be­din­gun­gen festzulegen.

<Was ist Achtsamkeit? Ein­füh­rung Innere Familie>

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

Vielen Dank an über 50.000 Leser!

Taschenbuch
Taschenbuch Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Neuauflage folgt

Zur Zeit ist das Taschenbuch ausverkauft. Ich arbeite an einer erneuerten Fassung. Darin werden auch die Besonderheiten für hochsensible Kinder und Jugendliche beschrieben.

Das neue Buch wird unter dem Titel "Seelenweite Hochsensibilität" erscheinen und zum großen Teil die bisherigen Kapitel ebenfalls enthalten.

Die Webseite bleibt auf dem jetzigen Stand.

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