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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Fragen zur Hochsensibilität?

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Selbsthilfegruppen, Privatgruppen: Beratung und Alltagstipps

Für Arbeitgeber, Personaler und Arbeitnehmer:

Wie setze ich Hochsensible Mitarbeiter optimal ein?
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Innere physische Grenzen

Weißt du, wel­che Gren­zen alle zu dei­nen per­sön­li­chen phy­si­ka­li­schen Gren­zen mit dir selbst gehören?

Dein Kör­per sagt dir ganz genau, was er braucht und wann ihm etwas zu viel ist. Viele Men­schen nei­gen jedoch dazu, ihn zu über­hö­ren oder sich an Richt­li­nien von außen ent­lang zu han­geln. Oft über­neh­men sie Gewohn­hei­ten aus dem Eltern­haus oder sind zu bequem, sich ver­nünf­tig um ihren Kör­per zu kümmern.

Sollte es dir so erge­hen, dann schau dir deine Gewohn­hei­ten genau an und höre auf die Signale, die dein Kör­per dir gibt. Du wirst schnell her­aus­fin­den, was er will und was nicht.

Ich zähle hier nur mal einige Bei­spiele für phy­si­ka­li­sche innere Gren­zen auf:

- Mus­ku­lär: Beim Sport, schwe­ren oder lang anhal­ten­den Betä­ti­gun­gen soll­test du dar­auf ach­ten, dass du deine Mus­keln nicht über­for­derst. Nicht auf einen Mus­kel­ka­ter noch ein vol­les Trai­ning oben­drauf legen. Davon wird der Mus­kel­ka­ter nicht ver­schwin­den. Erst kurie­ren und dann lang­sam antrai­nie­ren und die Inten­si­tät lang­sam erhöhen.

- Kno­chen: Benutze Knie­scho­ner, Ellen­bo­gen­scho­ner, wei­che Unter­la­gen, usw. bei Arbei­ten auf har­tem Unter­grund. Wechsle dich mit dei­ner Sitz- oder Steh­hal­tung ab, damit dein Rücken kei­nen Scha­den nimmt. Sorge dafür, dass deine Kno­chen nicht beschä­digt wer­den oder beschä­digte Kno­chen gut hei­len kön­nen. Das erfor­dert oft Geduld. Nimm sie dir. Bei dau­er­haf­ten Schä­den musst du Rück­sicht auf deine Schwach­stel­len neh­men. Gehe acht­sam mit ihnen um und zwinge sie zu nichts, was sie nicht leis­ten können.

- Ernäh­rung: Finde her­aus, wel­che Nah­rung dir gut­tut und wel­che dir scha­det. Setz deine Erkennt­nisse auch um. Soft­drinks mit viel Zucker oder Zucker­er­satz­stof­fen scha­den dir sehr. Fet­tes und ins­be­son­dere frit­tier­tes Essen, zu viel Zucker oder Fruc­tose, zu viel Milch oder glu­ten­hal­ti­ges Mehl, zu viel rotes und wei­ßes Fleisch, zu viel Fisch, zu viele Süßig­kei­ten und Sal­zig­kei­ten (Chips, Flips, usw.) sind unge­sund. Beschränke dich jeweils auf Men­gen, die dir gut tun und dich nicht krankmachen.

Ich hatte einige Jahre kein Hun­ger- und Sät­ti­gungs­ge­fühl und habe ent­spre­chend viel geges­sen und auf die Waage gebracht. Es stellte sich her­aus, dass ich nicht nur mei­nen Frust in mich hin­ein­ge­ges­sen hatte, son­dern auch an einer Magen­über­säue­rung litt. Das alles habe ich lange Zeit igno­riert. Als ich dann zunächst das Frus­tes­sen unter Kon­trolle gebracht hatte, nahm ich ein wenig ab. Doch die Über­säue­rung musste so schlimm wer­den, dass ich unter einer schwe­ren Gas­tri­tis litt. Erst in jenem Moment kon­sul­tierte ich mei­nen Haus­arzt. Die­ser gab mir nicht nur Medi­ka­mente gegen die akute Gas­tri­tis, son­dern auch Ernäh­rungs­tipps zur Ver­rin­ge­rung der Magen­über­säue­rung. Seit­dem ich diese umge­setzt habe, sind mein Hun­ger- und Sät­ti­gungs­ge­fühl wie­der nor­mal und ich habe jede Menge Kilos verloren.

Wenn du dich noch nicht mit Ernäh­rung befasst hast, ist es eine gute Idee, einen Ernäh­rungs­be­ra­ter auf­zu­su­chen oder in den Abend­schu­len einen Kurs zu belegen.

- Ner­ven: Dein Ner­ven­kos­tüm ist nicht unbe­grenzt belast­bar. Auch wenn du denkst, dass im Bett lie­gen und TV schauen oder am Com­pu­ter sit­zen und gechillt spie­len dich ent­spannt, so ist das nur die halbe Wahr­heit. Alle Tätig­kei­ten, die Reize auf dich aus­üben, belas­ten deine Ner­ven. Neu­ro­lo­gi­sche For­schun­gen haben gezeigt, dass das Gehirn eine Stunde fern­se­hen sie­ben Stun­den lang ver­ar­bei­tet. Sitzt du also 3 Stun­den vor der Glotze, dürf­test du also den gan­zen nächs­ten Tag kein Fern­se­hen schauen, damit dein Gehirn alle Reize ver­ar­bei­ten kann.

Zwei mög­li­che Wege eine Über­rei­zung abzu­bauen sind der Rück­zug in eine dunkle, reiz­arme Umge­bung oder ein lan­ger Spa­zier­gang, wenn du dabei gut abschal­ten kannst. Künst­li­che Reize wie Musik, Filme, Serien, Com­pu­ter­spiele, Sur­fen im Inter­net und sogar Bücher lesen belas­ten dein neu­ro­na­les Netz­werk immer zusätzlich.

Hier gilt es, die Gren­zen zu wah­ren, die dein Kör­per dir vor­gibt. Er zeigt dir ziem­lich genau auf, wo eine Grenze ver­läuft. Du soll­test ihm genü­gend Beach­tung schen­ken. Natür­lich sollst du auch diese Gren­zen immer ein wenig aus­deh­nen und pro­bie­ren, was geht. Doch achte dar­auf, dei­nen Kör­per nicht zu schä­di­gen, vor allem nicht über län­gere Zeit über­zu­be­las­ten oder zu ver­gif­ten. Lang­zeit­schä­den sind kaum repa­ra­bel und zwin­gen dir neue Gren­zen auf.

<Wo sind über­all Grenzen? Innere psy­chi­sche Grenzen>

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

Vielen Dank an über 50.000 Leser!

Taschenbuch
Taschenbuch Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Neuauflage folgt

Zur Zeit ist das Taschenbuch ausverkauft. Ich arbeite an einer erneuerten Fassung. Darin werden auch die Besonderheiten für hochsensible Kinder und Jugendliche beschrieben.

Das neue Buch wird unter dem Titel "Seelenweite Hochsensibilität" erscheinen und zum großen Teil die bisherigen Kapitel ebenfalls enthalten.

Die Webseite bleibt auf dem jetzigen Stand.

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