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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Stel­len wir uns doch ein­mal uns selbst als Gefäß vor. Unser Geist ist ein Behäl­ter, der bis zum Rand gefüllt ist. Wenn du jetzt in die­sem Moment in dich hin­ein spürst, wirst du wahr­schein­lich Ruhe und Frie­den spü­ren, viel­leicht Stress oder Gereizt­heit. Viel­leicht ärgerst du dich über jeman­den und viel­leicht gibt es sogar den einen oder ande­ren Men­schen, der dich nervt oder den du sogar hasst. Viel­leicht benei­dest du dei­nen Nach­barn, viel­leicht hast du Angst um deine Arbeits­stelle, viel­leicht hast du Angst, was pas­sie­ren wird, wenn dir ein­mal das Geld aus­geht. Viel­leicht liebst du deine Kin­der oder dei­nen Partner.

Egal wel­ches Gefühl wir zum Bei­spiel neh­men, als unters­ten gemein­sa­men Nen­ner gibt es nur zwei Pole, die sich gegen­sei­tig absto­ßen. Liebe und Angst.

Jetzt denkst du viel­leicht, dass doch aber der Gegen­satz von Liebe Hass ist. Liebe und Hass lie­gen doch so eng bei­ein­an­der? So haben wir es in unse­rem Kul­tur­kreis gelernt.

Doch was ist Hass eigentlich?

Hass ist eine der stärks­ten For­men der Angst, die sich gegen jeman­den oder etwas rich­tet, der oder das dich in der Ver­gan­gen­heit tief oder oft ver­letzt hat. Er soll dich davor schüt­zen, wie­der und wie­der lebens­be­droh­li­che Ver­let­zun­gen zu erlei­den. Wann wird aus Liebe Hass? Immer, wenn jemand zutiefst ver­letzt wurde, womög­lich sogar wie­der und wie­der, weil man es aus Liebe zuge­las­sen hat, bis die eigene Exis­tenz bedroht wird.

Was ist mit Neid und Habgier?

Beide ent­sprin­gen der Angst, selbst zu kurz zu kom­men. Nei­disch schaut der auf sei­nen Nach­barn, der Angst hat, dass die­ser mehr bekommt, als man selbst. Die Angst unge­recht behan­delt zu wer­den, bricht sich Bahn.

Hab­gie­rig oder gie­rig nach der Befrie­di­gung all sei­ner Gelüste ist der, der Angst hat, irgend­wann ohne alles daste­hen zu kön­nen. Des­we­gen wird so viel zusam­men­ge­rafft, wie nur mög­lich. Damit soll für alle Zei­ten sicher­ge­stellt wer­den, dass er seine Bedürf­nisse befrie­di­gen kann.

Frem­den­hass ist nichts wei­ter als die Angst, dass die Frem­den die ver­traute Umge­bung ver­än­dern und ihre Ein­flüsse aus dem Her­kunfts­land gel­tend machen. Sie rei­ßen einen womög­lich aus dem gewohn­ten Umfeld, wenn immer mehr ihrer Kul­tur in sei­nem Umfeld erblüht. Außer­dem könn­ten die Frem­den etwas bekom­men, das ihnen nicht zusteht oder einem etwas weg­neh­men durch die Ansprü­che, die sie erheben.

Eifer­sucht ist nichts ande­res, als die Angst einen gelieb­ten Men­schen an jemand ande­ren zu verlieren.

Angst ist das Gefühl oder die Vor­stel­lung, durch etwas zu Scha­den zu kom­men, der irrepa­ra­bel ist.

Geduld hin­ge­gen ist die Liebe gegen­über den ande­ren, sich an ihre Geschwin­dig­keit anzu­pas­sen und ihnen Raum für sich zu lassen.

Für­sorge ist die Liebe, dem ande­ren das zu gön­nen, was er für die Abde­ckung sei­ner Bedürf­nisse benötigt.

Hil­fe­leis­tung ist die Liebe, den ande­ren bei sei­ner Ent­wick­lung oder in sei­nen Schwä­chen und Unzu­läng­lich­kei­ten zu unterstützen.

Liebe ist die Fähig­keit, den ande­ren zu neh­men, wie er ist, ihm Raum zu geben und ihn sich ent­wi­ckeln zu las­sen, wie er es benö­tigt. Liebe kennt außer­dem keine Bedingungen.

Es gibt zahl­rei­che andere Bei­spiele für Liebe und Angst.

Liebe kann auf viele Arten aus­ge­drückt werden.

»Du bist mein Freund.«

»Pass auf dich auf.«

»Fahr vor­sich­tig und komm gut an.«

»Brauchst du noch etwas?«

»Mel­dest du dich, wenn du gut ange­kom­men bist?«

»Kann ich dir irgend­wie helfen?«

Dann sind da noch die Ängste vor dem Dun­kel, vor dem Was­ser, vor bestimm­ten Lebe­we­sen, vor der Zukunft, vor der Höhe, vor engen Räu­men, Beklem­mun­gen, Depres­sio­nen, Krank­hei­ten, dem Tod.

Ängste fes­seln uns. Sie hal­ten uns davon ab, Dinge zu tun, die wir ohne sie genie­ßen könn­ten. Je mehr wir davon mit uns her­um­tra­gen, desto mehr fühlt es sich an, wie ein Netz, das sich immer enger um uns herum schlingt, bis wir zu ersti­cken dro­hen. Viele Men­schen sagen heut­zu­tage, dass Ängste gut sind, denn sie hal­ten uns davon ab, Tor­hei­ten oder Böses zu bege­hen. Ich sage, dass unser gutes Gefühl uns sowieso davon abhält. Ängste wer­den gerne geschürt, um Men­schen bes­ser kon­trol­lie­ren und Macht über sie aus­üben zu können.

Nun keh­ren wir zurück zu unse­rer Vor­stel­lung, wir wären ein Gefäß, das bis zum Rand gefüllt ist. Womit gefüllt? Das kommt ganz dar­auf an. Wenn uns als Fül­lung nur ver­schie­dene Varia­tio­nen der Liebe und der Angst zur Ver­fü­gung ste­hen, kön­nen wir ledig­lich das Mischungs­ver­hält­nis vari­ie­ren. Las­sen wir mehr Ängste zu, ver­drän­gen diese Anteile der Liebe. Sind wir kom­plett mit Angst gefüllt, hat Liebe kei­nen Platz mehr in unse­rem Leben.

Anders herum kön­nen wir Ängste über­win­den und ablas­sen, dann fließt wie­der mehr Liebe in den Behäl­ter unse­res Geistes.

Zwei Merk­sätze haben mir gehol­fen, das Ver­hält­nis zu ändern.

»Angst fes­selt, Liebe befreit.« und »Wenn du aus Liebe han­delst, kannst du nichts falsch machen, wenn du aus Angst han­delst, kannst du nichts rich­tig machen.«

Eine zweite Vor­stel­lung erklärt es viel­leicht noch tref­fen­der: Stell dir vor, in dir ist ein lee­rer Raum. Die­ser Raum ist bei dei­ner Geburt vol­ler Licht, das Wärme aus­strahlt. Nach und nach wer­den Ängste in die­sen Raum gewor­fen und bede­cken das Licht. Neh­men die Ängste Über­hand, wird es in dir dun­kel und kalt. Besei­tigst du die Ängste, kom­men Licht und Wärme wie­der zum Vorschein.

<Welt­li­ches Ängste> 

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

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