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Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

Mit Achtsamkeit zum Urvertrauen

Hochsensibilität im Alltag

Markus Walz

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Bevor ich wusste, dass ich eine hoch­sen­si­ble Per­son bin, habe ich mir alle mög­li­chen Zusam­men­hänge bereits selbst zusam­men­ge­tra­gen. Zum Bei­spiel, dass mein Gefühl für mich und andere mich sel­ten trügt, wenn ich mei­nen Kopf aus­schalte. Ich hatte keine Tech­nik, das Kopf­aus­schal­ten gezielt umzu­set­zen, aber wenn ich mich sowieso in dem Sta­dium befand, klappte es mit dem Bauch­ge­fühl immer ziel­si­cher. Sehr viele Ergeb­nisse mei­ner Ana­ly­sen tra­fen im Nach­hin­ein zu, auch wenn ich es immer ange­zwei­felt hatte. Auch Zusam­men­hänge mit der Hoch­sen­si­bi­li­tät hatte ich vor­her schon erfasst, zum Bei­spiel dass ich mehr Ruhe brauchte als andere, dafür aber in der Zeit, in der ich mei­nen Tätig­kei­ten nach­ging, ein­fach schnel­ler, prä­zi­ser und effek­ti­ver arbei­tete. Zuerst fand ich die Ver­mu­tung selbst anma­ßend, aber die Ahnung ver­fes­tigte sich immer mehr mit der Zeit, wenn ich meine Arbeit mit der von ande­ren verglich.
Außer­dem stellte ich immer wie­der die selt­sa­men Ver­ket­tun­gen fest, die dazu führ­ten, dass ich Men­schen begeg­nete, die sich im Nach­hin­ein als sehr wich­tig für mich ent­pupp­ten, oder dass ich Dinge bekam, die ich mir eigent­lich nicht leis­ten konnte, aber drin­gend benötigte.
All diese Sachen und noch viel mehr trug ich unbe­nannt und unzu­sam­men­hän­gend mit mir herum.
Da ich mei­nen Kopf nicht ver­drän­gen oder aus­schal­ten konnte und er das Gefühl für Men­schen und Ahnun­gen für kom­mende Ereig­nisse über­la­gerte, dachte ich häu­fig, dass es sich nur um Wunsch­den­ken han­delte. Beson­ders wenn die Ahnung für mich vor­teil­haft aus­fal­len konnte. Hier suchte ich immerzu Bestä­ti­gung mei­ner Ver­mu­tun­gen und Erkennt­nisse bei ande­ren. Das ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert. Denn zu Anfang wur­den von den Men­schen, an die ich mich wandte, meine Erkennt­nisse und Ahnun­gen nega­tiv bewer­tet und mir meine Wahr­neh­mun­gen und Fähig­kei­ten abge­spro­chen. Das lag vor allem daran, dass ich mich an die fal­schen Men­schen wandte, weil ich die rich­ti­gen nicht kannte. Sie ver­füg­ten nicht über mein Spek­trum an Wahr­neh­mun­gen. Sie fan­den es unwahr­schein­lich, dass ich alles wahr­neh­men konnte, was ich ihnen beschrieb. Schließ­lich konn­ten sie es nicht. Das hat mich Jahre und sogar Jahr­zehnte in man­chen Berei­chen zurück­ge­wor­fen. Mein Selbst­ver­trauen wurde geschwächt und ich traute irgend­wann mei­nem Gefühl gar nicht mehr.
Bis ich eines Tages hoch­sen­si­ble Men­schen ken­nen lernte, die mein Wahr­neh­mungs­spek­trum teil­ten und zu ähn­li­chen Ergeb­nis­sen kamen wie ich. Natür­lich sucht sich der Mensch nach psy­cho­lo­gi­schen Geset­zen eher andere Men­schen aus, die ihn bestä­ti­gen. Doch waren die Ergeb­nisse für mich und die HSP um mich herum über­prüf­bar. Ich habe mir meine Ahnun­gen und Schluss­fol­ge­run­gen sogar eine zeit­lang notiert, um sie spä­ter prü­fen zu kön­nen. Je mehr HSP ich nun ken­nen lernte, desto mehr wuchs mein Ver­trauen in mein Gefühl wie­der. Die Bestä­ti­gung hat mir sehr geholfen.
Die end­gül­tige Bestä­ti­gung, dass ich so rich­tig bin, wie ich bin, erhielt ich durch die Lek­türe mei­ner ers­ten bei­den Sach­bü­cher zum Thema HSP. Dort wur­den alle Aspekte, die ich getrennt von­ein­an­der in mei­nem Leben bereits fest­ge­stellt hatte, fun­diert bestä­tigt und mit­ein­an­der in Bezie­hung gesetzt. So ent­stand aus ein­zel­nen Fähig­kei­ten plötz­lich ein nütz­li­ches Geflecht und aus den vie­len Nach­tei­len eine zusam­men­hän­gende logi­sche Struk­tur von Neben­wir­kun­gen. Ich wusste das meiste bereits instink­tiv, bekam aber nun noch offi­zi­elle Bestä­ti­gung, dass alles an mir voll­kom­men nor­mal ist, wenn man den Betrach­tungs­rah­men verändert.
Aber wie­der brauchte ich die Bestä­ti­gung von außen, um das aner­ken­nen zu können.
Wor­auf ich eigent­lich hin­aus will ist, dass ich heute einen Schritt wei­ter bin. Solange die Syn­chro­ni­sa­tion mei­nes Neu­ge­bo­re­nen-Ichs mit mei­nem Höh­ren-Ich und der damit ver­bun­de­nen Ent­mach­tung mei­nes Erwach­se­nen-Ichs (Ego, Kopf, Gedan­ken­kreis­läufe, etc.) wirkt, benö­tige ich keine Bestä­ti­gung mehr von außen. Wenn ich ein Gefühl, eine Vor­ah­nung oder etwas kom­bi­niert habe, bitte ich ein­fach mein Höre­res-Ich, das zu vali­die­ren, und bekomme teils sofort, teils nach dem nächs­ten Mal schla­fen oder medi­tie­ren die Bestä­ti­gung, ob ich rich­tig liege oder nicht. Somit erspare ich mir die Men­schen, die mich von außen bestä­ti­gen. Seit­dem komme ich sehr gut allein zurecht. Trotz­dem frage ich ab und an nach der Mei­nung eines ande­ren, um die »Eichung« mei­nes Sys­tems zu prü­fen. Es könnte ja auch mal aus dem Lot gera­ten. Zum Bei­spiel, wenn mein Erwach­se­nen-Ich wie­der seine Gedan­ken­kreise zieht. Man darf sich im Leben nie zu sicher sein, ist eines mei­ner Mottos.

<Die Beru­fung Über­reizt und nun?>

Sie befin­den sich mit­ten im Buch. Star­ten Sie mit dem Lesen bitte am Anfang.
Ich bitte Sie, das Vor­wort und das Kapi­tel Selbst­ent­wick­lung zu lesen, bevor Sie fortfahren.

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